11. Apr 2008 | zur Übersicht
Gampel.– Dank Lötschbergtunnel rückt «Gampel» ein Stunde näher zur Deutschschweiz. Mit einem klasse Line-up beschliesst "Gampel" auch heuer den Festivalsommer.
Mit einem klasse Line-up beschliesst «Gampel» auch heuer den Festivalsommer. Diesmal am Start sind u.a. die Symphonic-Metaller Nightwish, die Teutonen-Hip-Hopper Die Fantastischen Vier und Fettes Brot, die Schweden-Rocker Mando Diao und The Hives, Kaizers Orchestra und Sunrise Avenue aus Norwegen. Ebenfalls mit am Start die Kalifornische Indie-Band Floggin Molly, die amerikanischen Punk-Rebellen Anti-Flag und der Britische Top-Shot Starsailor. Zusätzlich erwartet ‚Gampel’ die beiden Britischen Newcomerbands The Hoosiers und The Futureheads. Freuen darf sich der Besucher ebenfalls auf den Rock-Knaller Oomph!, die Kulttruppe Stereo MCs mit brandneuer Produktion, sowie die spanische Punktruppe von Ska-P-Pippi The Locos. Mit einem guten Dutzend Bands nehmen die Schweizer Künstler am diesjährigen Open Air in Gampel einen besonderen Stellenwert ein. Mit dabei die Mundart-Acts Züri West, Sina, Adi Stern, Breitbild, Sandee und Männer am Meer, dazu Senkrechtstarterin Stefanie Heinzmann mit Heimspiel und die Geheimtipps Coal, Favez und DeepTrip. Der Starreigen hat in "Gampel" noch kein Ende. Es fehlen nach wie vor einige kleine Acts und der Samstags-Headliner.
Feucht-fröhliche Maxi-Festfreude, unvergleichliches Ambiente, jede Menge Fun, hipper Sound und toughe Rockstars in einer einzigartigen Location inmitten der Walliser Bergpracht - das alles und viel viel mehr ist "Gampel". Und weils offenbar gerade der Mix ausmacht, fetten Jahr für Jahr jeweils am dritten Augustwochenende rund 80'000 Besucher "ennet dem Lötschberg" auf saftigem Walliser Talboden. Und damit nicht genug: Dank NEAT rückt "Gampel" der Deutschschweiz jetzt 1 Stunde näher - so nah lag die Sommerend-Party im Wallis noch nie!
In diesem Jahr treten mit den Finnen Nighwish, den Schweden-Rocker Mando Diao und The Hives, sowie den Norwegischen Top-Bands Kaizers Orchestra und Sunrise Avenue ungewöhnlich viele Acts aus dem hohen Norden auf. Die Symphonic-Metaller Nighwish gelten als eine der erfolgreichsten Bands Finnlands. In der Schweiz nahm die breite Masse erstmals 2002 von der Powerband Kenntnis. Seither stiegen sowohl Fan-Anzahl, wie auch die Verkaufszahlen. Vorläufiger Höhepunkt ist der Einstieg der aktuellen Produktion «Dark passion play» von Nirgendwo auf Platz 1 der Charts. Auch Mando Diao gibt’s diesen Sommer exklusiv nur in ‚Gampel’ zu sehen. Zwar ist das aktuelle Album «Never seen the light of day» anders als seine drei Vorgänger, nämlich eher «folkig», denn rockig. Doch trotz aller Veränderung, ist die ungebrochene Energie und der Spass an der Musik geblieben. Mit The Hives kommt trendiger Rock’n’Roll in Reinkultur ins Wallis. Seit mehr als zehn Jahren beweisen die adretten schwarz/weissen Jungs mal für mal ihre Indie-Rock-Qualitäten. Nicht nur in Grossbritannien oder im Amiland werden Bands gehypt bis zum Umfallen. Auch in Norwegen gibt es eine Band, der etwas anderen Art: Polkarhythmen und osteuropäischer Pathos, gepaart mit erdigem Rock – das alles und noch viel mehr gibt’s von Kaizers Orchestra. Im Februar erschein mit «Maskineri» ihr neustes Studiowerk. Auch nicht in Melancholie verfällt die zweite Norwegische Band: Sunrise Avenue. Die Jungs haben ein echtes Faible für glatt ins Ohr gehende Melodien. Das Erstlingswerk «On The Way to Wonderland» mit der darauf enthaltenen Mördersingle «Fairytale Gone Bad» ist ein Hit für die Ewigkeit.
Mit Die Fantastischen Vier, Fettes Brot, Ooomph! Und der Sonic Boom Foundation sind unsere nördlichen Nachbarn auch heuer gut vertreten. Die vier teutonischen Hip-Hop-Vorreiter der Fantastischen Vier lieferten im letzten Jahr mit «Fornika» ihren sehr erfolgreichen Longplayer ab. Auch mit diesem elften Album und nach über sechs Millionen verkauften Tonträgern sowie unzähligen Edelmetallauszeichnungen stehen sie mit ihrem kompromisslosen Stil unangefochten an der Spitze der Reim-Premier-League. Frech, keck und ebenfalls kompromisslos präsentieren sich Fettes Brot auf ihrer neuen Scheibe: Auf dem neuen Album «Storm und Drang» clickt und pumpt und fiept ein Beat, irgendwo zwischen New Rave Country und Timberländ. Der Sound von Oomph! Ist gewaltig ohne gewalttätig zu sein. Anfang bis Mitte der Neunziger trieb das Trio als innovativer Szene-Motor die Vermischung von Elektronik und harten Gitarren plus provokativer Texte massgeblich voran und wurde nicht zuletzt von Rammstein als grosse Inspirationsquelle und als Vorbild genannt. Nach vielen Top10-Platzierungen, Platinauszeichnungen und mehreren Awards erschien zu Beginn dieses Jahres mit «Wach auf!» ihr neuster Song. Die letzte Band aus Deutschland muss von der Schweiz wohl erst noch entdeckt werden: Sonic Boom Foundation. Ganz im Klaxons-Style sind die britischsten Ostdeutschen für Raver, wie auch für Rocker gleichsam hörenswert: Livedrums, fette Mördersequenzen, Bassattacken aus dem Marshallturm und das alles noch lauter, noch abgefahrener und mit noch mehr krachende Elektrobeats.
Der weltweite Durchbruch gelingt Stereo MCs 1992 mit dem Hit «Connected». 1994 gibt es dann auch von der heimischen Musikindustrie die lang verdienten Streicheleinheiten in Form des British Music Awards für das beste Album und die beste Band. Nun melden sich Stereo MC’s zurück. Noch vor dem Sommer soll ein brandneues Studio-Album folgen. Mit Starsailor, The Hoosiers und The Futureheads machen drei britische Gruppen in "Gampel" halt. Starsailor haben sich mit ihren bittersüssen Melodien, lyrischen Höhenflügen und der emotionalen Stimme von Lead-Sänger James Walsh auf den Weg gemacht unvergesslich zu werden. Gemeinsam mit Coldplay und Travis bilden Starsailor das Dreigestirn neuer Brit-Pop-Herrlichkeit. Und von dieser Herrlichkeit gibt’s heuer noch ein ganz neues Album. The Hoosiers ist eine dreiköpfige Indieband, die derzeit in England unglaublich gehyped wird. Gleich die erste Single «Worried about Ray» kletterte auf Platz fünf der britischen Hitliste und erhielt daraufhin eine Nomination zur besten Britischen Single bei den Brit Awards 2008. So erfolgreich die Debutsingle war, so erfolgreich ist auch der dazugehörende Longplayer: Er stieg kurz nach Veröffentlichung auf Platz 1 der Britischen Charts ein. Der Sound von The Futureheads ist ein Mix aus Postpunk und New Wave, vierstimmigem Gesang, hektischen Beats und krachigen Gitarren macht Spass. 2004 erschien ihr Debut-Album. Zwei Jahre später folgte mit «News & Tributes» der reife Nachfolger der vier Jungs aus Sunderland. Dieser Tage erscheint mit «This Is Not The World» die neuste Produktion der Briten.
Obwohl in Kalifornien beheimatet, mischen Flogging Molly irischen Folk mit Punk. Die traditionelle irische Besetzung von Folk-Gitarre, Mandoline, Banjo, Akkordeon, Fiddle und Tin Whistle, wird durch die für die Punkmusik charakteristischen Instrumente E-Gitarre, E-Bass und Schlagzeug verstärkt. Im März dieses Jahres veröffentlicht die Band mit «Float» ihr siebtes Album. Bereits ihr achtes Album veröffentlichten vor Kurzem Anti-Flag. Ihre unmissverständliche Haltung gegen den «War on Terrorism» brachte der Band nicht nur die inoffizielle Verbannung aus den Regalen grosser amerikanischer Supermarktketten ein, sondern auch stetig wachsende Popularität bei einem vorwiegend jugendlichen Publikum im In- und Ausland. Nachdem die spanische Kult-Ska-Truppe Ska-P eine Pause auf unbestimmte Zeit ankündigte, rief «Pipi», der Ska-P-Showman, mit The Locos ein neues driviges Projekt ins Leben. Und dass diese Band kaum weniger rebellisch und schlagkräftig ist, als die zunächst auf Eis gelegten Helden, ist wohl auch logisch. Die Songs von The Locos sind von einem Rhythmus geprägt, der direkt nach vorne geht; sie sind unverschlüsselte Nachrichten gegen das System, lebendige Farben des alltäglichen Kampfes.
«Superior acoustic soul», so qualifizierte das Britische Q-Magazine das 2006 erschienene Debut-Album des Kanadischen Ausnahmetalents Justin Nozuka. Halb Japaner, halb Amerikaner singt Nozuka von Hoffnung, Liebe, Verzweiflung und Verlust. Die Reife und emotionale Tiefe von Justin Nozuka sind trotz seines jugendlichen Alters verblüffend. Die selbst komponierten Melodien setzt er mit einer derart einfühlsamen Stimme um, dass man garantiert Gänsehaut bekommt.
Die eine fischt in Wolken – der andere versänkt Fische... gemeinsam haben sie einiges: Beide sind seit Jahren im Geschäft, beide sind die erfolgreichsten ihres Fachs. Sina, die Walliser Powerfrau, ist auch noch nach insgesamt acht Alben, sieben Top10-Platzierungen, sechs Gold- und zwei Platinauszeichnungen erfolgreicher denn je: Das neue Album «In Wolke fische» erreichte kurz nach Veröffentlichung Goldstatus und schoss gleich von Null auf Platz 2. Er, der schöne Kuno und seine «Giele», brachten zu Beginn dieses Jahres mit «Halbi songs» die neuste CD der ganzen Kerle an den Start. Und wiederum wars und ist es ein Erfolg: Mittlerweile können Züri West elfmal Platin ihr Eigen nennen. Das Mundart-Line up ergänzen «Normalo» Adi Stern mit seinem aktuellen Top10-Album «Lieber Lieder», die Berner Mundartrockerin Sandee, die Bündner Rap-Combo Breitbild und die Männer am Meer. Letztgenannte gelten als Geheimtipp: Die Männer am Meer machen zwar berndeutsche Musik, nur die tönt gesamthaft ziemlich anders. Eher wie De La Soul, Black Eyed Peas oder auch Mani Matter. Und witzig obendrauf sind sie auch noch.
Ein Highlight und wahrlich ein persönlicher Höhepunkt im märchenhaften Aufstieg der sympathischen Walliserin wird sicherlich der Auftritt von Stefanie Heinzmann am Heim-Open Air werden. Gespannt darf man sein, wie «Masterplan» live klingt – jener Silberling, der ihr schon wenige Tage nach Erscheinen «Gold» einbrachte. Und jene CD, die jetzt ganz keck von Platz 1 der Charts in Deutschland und der Schweiz lächelt.
Das helvetische Line-up wird bislang mit den Lausannern Favez, DeepTrip und mit dem Innerschweizer Singer-/Songwriter Coal vervollständigt. Auf «Bigger Mountains, Higher Flags» klingen Favez zahm, aber nicht gezähmt, reif, aber nicht alt. Sie verzichten hier auf den Druck des Vorgängers und bewegen sich mehr in Richtung Pop, ohne sich dabei einer weichgespülten Belanglosigkeit anzubiedern. DeepTrip verbinden auf einzigartige Weise die Wucht und Aggressivität moderner Rockmusik mit klassischen Streichinstrumenten wie Geige und Kontrabass und erschaffen so ihr ganz eigenes musikalisches Universum.
Mehr Infos unter der Website OpenairGampel
| Gemeinde Gampel-Bratsch |
| 027 933 69 00 |
| Gemeinde Steg-Hohtenn |
| 027 933 12 70 |