Die ersten christlichen Kirchen im Wallis, welche archäologisch gesichert sind, wurden in Martigny (um 400),
in St. Maurice (um 400), in Sitten (um 500), in Siders / Gerunden (um 500) und Glis (um 550)
erbaut. Die Christianisierung unserer Region setzte spätestens mit dem erstellen des
Pfarreizentrums in Leuk zwischen 750 und 950 ein. Im Hochmittelalter um 1200, sind für unsere Region
die Urpfarreien Leuk und Niedergesteln zuständig.
Die Gläubigen von Bratsch und Gampel waren in Leuk kirchgenössig, die von Steg und Hohtenn
waren seit spätestens 1248 dem Priorrat Niedergesteln angehörig. Die Priorate Niedergesteln
und Kippel im Lötschental bliden im Oberwallis einen Sonderfall und sind vom Benediktinerkloster
Abonndance (Hochsavoyen) gegründet worden. Das Priorat Niedergesteln ging dann im 16. Jh. in den
Besitz des Bistums Sitten über.
Da die Mutterkirche Opfer und Zinsen abverlangte, kam es immer wieder zu
Streitigkeiten zwischen den Mutterpfarreien und den Filialkirchen.
Die Gampjer erreichten als erste im Jahre 1663 die Loslösung von der
Mutterkirche und errichteten die Pfarrei St. Theodul.
Steg und Hohtenn lösten sich 1913 vom Priorat Niedergesteln, und bilden seither zusammen eine Pfarrei.
Die Gemeinde Bratsch erreichte 1721 die Eigenständigkeit und bildet mit Erschmatt eine gemeinsame Pfarrei.
Quellen: Walliser Geschichte, Arthur Fibicher 2. Auflage 2004; Chronik der Gemeinde Steg, Pfarrer Josef Indermitte 1980; Chronik der Gemeinde Gampel 1948-2003.
| Gemeinde Steg-Hohtenn |
| 027 933 12 70 |
| Gemeinde Gampel-Bratsch |
| 027 933 69 00 |